Algerien – Ein afrikanischer Wüstenstaat

6. Okt

Algerien ist das zweitgrößte afrikanische Land und  besteht zu 85 Prozent aus der Sahara-Wüste. Aber der Wüstenstaat hat seinen Besuchern mehr als nur Sand im Überfluss zu bieten.

Oran ©Flickr trippiit

Algerien liegt im Nordwesten von Afrika und wird von Marokko, Westsahara, Mauretanien, Mali, Niger, Lybien und Tunesien umschlossen. Da das Land zu 85 Prozent aus der Sahara-Wüste besteht, leben 90 Prozent, der 32 Millionen Einwohner, an den Küstenregionen. Hier ist das Land  fruchtbarer und das Klima viel angenehmer.

Algerien ist flächenmäßig der zweitgrößte Staat in Afrika und hat auf seinen knapp 2,4 Millionen km² Land viele touristische Attraktionen zu bieten. Vor allem die Hauptstadt Algier ist mit seinen historischen und traditionellen Sehenswürdigkeiten für viele Touristen ein Anziehungspunkt.

Algier liegt an der Mittelmeerküste und war schon in der Antike ein wichtige Hafenstadt. Da die Stadt in der Kolonialzeit von den Franzosen besetzt wurde, sind viele Gebäude und Villen in einem europäischen Stil erbaut wurden. Für einen orientalischen Gegensatz sorgen die zahlreichen Moscheen, wie zum Beispiel Djama El Djedid oder Djama El Kebir und die Altstadt, Kasbah, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Außerdem zieren viele Parks das Stadtbild und laden zum Flanieren und Entspannen ein.

Von Algier können Touristen eine Reise in die ca. 50 Kilometer entfernte Ruinenstadt Tipasa unternehmen. Die Stadt Tipasa gehört ebenso zum UNESCO-Weltkulturerbe, da sie mit ihren vielen Ruinen aus der römischen Zeit wie ein Freilichtmuseum wirkt.

Urlauber, die die Küste weiter nach Westen verfolgen, gelangen irgendwann in die zweitgrößte Stadt in Algerien, Oran. Die junge Stadt wurde im 10. Jahrhundert von Kaufleuten aus Andalusien gegründet und wurde so ein wichtigstes Industrie- und Handelszentrum, was Oran auch seinen Hafen zu verdanken hat. Mit den schönen Sandstränden, der Altsadt und dem angrenzenden  Hochplateau, ist Oran immer eine Reise wert.

Im Osten des Landes liegt die wohl eindrucksvollste Stadt in ganz Algerien. Die Stadt Constantine wurde auf einem riesigen Kalksteinfelsen errichtet und ist nur über eine Brücke erreichbar. Allein dieser Anblick ist absolut sehenswert. Trotzdem sollten Besucher die zahlreichen und schönen Sehenswürdigkeiten der Stadt nicht verpassen.

Algerien hat nicht nur schöne Plätze an der Küste, sondern auch in der Sahara. Ausflüge in Oasen wie Bou Saada, Ghardaia, Ouargla, El Golea oder Timimoun und in die Nationalparks Tassili n’Ajjer und L’Ahaggar (auch als Hoggar bekannt) sollten zum Pflichtprogramm eines Algerienaufenthaltes gehören.

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