‘Bright’ Brighton: Süßes, Sehenswürdiges und Popkultur

28. Jun

Das malerische Brighton an der Südküste Englands bietet neben klassisch historischen Sehenswürdigkeiten auch allerlei Erkundungen kulinarischer und popkultureller Art und lädt ein zum genussvollen Flanieren auf dem berühmten weißen Pier, aber auch in kleinen Gässchen, vorbei an liebevoll gestalteten und einzigartigen Cafés und Lädchen.

Brighton_Pier@Flickr/dawarwickphotography

 

Wer es beschaulich, übersichtlich, und dennoch bunt und vielfältig mag, der ist in Brighton bestens bedient. Da die Anreise vom Zentrum Londons mit dem Zug (Southern Railway) bei nur ca. 45 Minuten liegt (vom Flughafen Gatwick sind es sogar nur 30 Minuten), lohnt sich von hier aus bereits ein Tagestripp in das Küstenstädtchen in der Region East Sussex.

Brighton: Ein süßes Paradies zum Schlemmen und Shoppen

In Brighton kann man sich, im klassisch touristischen Sinne, auf dem Rummelplatz auf dem Pier vergnügen und Zuckerstangen („Brighton Rocks“) in allen Farben und Geschmacksrichtungen ausprobieren oder als charakteristisches Souvenir mitnehmen. Es bietet sich auch an, sich auf den Steinen am Strand niederzulassen und die obligatorische Portion Fish and Chips aus handgerollter Papiertüte zu verzerren, oder durch die vielen Gassen zu bummeln, in denen sich besonders Süßigkeiten und Gebäck in kunstvoller Form in den Schaufenstern bunt bemalter Cafés und Lädchen, mit so hüschen Namen wie „The Mock Turtle“ oder „Cloud 9“, präsentieren. Für ausgefallene Shoppingerlebnisse bietet sich der Stadtteil North Laine an, in dem unabhängige Ladenbesitzer persönlich ihre vielfältigen Waren anbieten und ein kulturell buntes Treiben herrscht.

Sehenswürdiges Muss: Kunst und Design im exotischen Royal Pavillion

Eine wohl kaum zu übersehende Attraktion stellt der exotische Royal Pavillon dar. Dieser wurde für Charles IV, Prinz von Wales, als Vergnügungsort errichtet, bzw. über eine Zeitspanne von 35 Jahren von einem Farmhaus in einen fulminanten orientalischen Palast umgestaltet, indem Charles hier seinen architektonischen Visionen und seiner Vorliebe für französisches, holländisches und chinesiches Dekor und Kunstgegenstände frönte. Diese begeistern noch heute Liebhaber und Reisende aus aller Welt. Im Pavilliongarten befindet sich auch der Eingang zum Brighton Museum und Art Gallery, wo sich in interaktivem Umfeld Mode, Kunst, und Design vermischen.

Brighton im Zentrum von Popkultur

Für Liebhaber von Musik, Film und darstellenden Künsten im Allgemeinen ist Brighton sicherlich in mindestens zweierlei Hinsicht zusätzlich interessant: Zum einen als Filmspiel- und Drehort und zum Anderen als Veranstaltungsort des Brighton Festivals. Das düstere und zweifach verfilmte Gangsterdrama „Brighton Rock“, nach dem gleichnahmigen Roman von Adam Graham, spielt hauptsächlich in Brighton.

Der 70er Jahre coming-of-age Film „Quadrophenia“ spielt vor dem Hintergrund der 60er Jahre Jugendrevolte zweier Subkulturen, der „Mods“ und der „Rocker“, die auch in Brighton ihr Unwesen trieben. Insider und Fans verewigen sich diesbezüglich gerne an der Hauswand in einer schmalen Sackgasse, nahe der Strandpromenade, in der sich im Film eine Liebesszene zwischen Flucht vor Polizei und Straßenschlacht abspielt.

Was Brighton Rock angeht, so bestechen im Film sicherlich die dramatischen Szenen zwischen Liebe und Tod am Abgrund einer Kreidesteilklippe (der deutsche Titel des Romans lautet bezeichnenderweise auch „Am Abgrund des Lebens“). Diese Klippen gehören zu den gewaltigen South Downs, die sich an der Südostküste Englands entlangziehen. Nahe Brighton lässt sich vor allem die Formation der sogenannten „Seven Sisters“ bewundern.

Ein weiteres Kunst-Highlight stellt das jährlich stattfindende, 3-wöchige Brighton Festival dar, das größte Kunstfestival in England. Zudem bietet sich in Brighton das ganze Jahr über eine große Zahl an kulturellen Events, die Trends setzen und ein hippes, unkonventionelles Publikum bedienen (z. B., das Musikfestival „The Great Escape“ oder die „Brighton Fashion Week“).

 

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