Die Osterinsel Rapa Nui

17. Mrz

Die Osterinsel, die auch als Rapa Nui (polynesisch) bezeichnet wird, ist eine Inselgruppe im Südpazifik. Sie liegt etwa 3.700 Kilometer von Chile entfernt. Der Nationalpark Rapa Nui wurde 1995 zum Welterbe der UNESCO ernannt.

Die Osterinsel Rapa Nui - Steinstatuen und beeindruckende Landschaften ©Flickr/cbrozinski

Die Insel Pitcairn, die etwa 2.000 Kilometer von der Osterinsel entfernt liegt, ist die nächste bewohnte Insel. Rapa Nui gilt als der isolierteste Ort der Welt. Mittlerweile leben knapp 4.000 Einwohner auf der Insel, die eine Größe von 165 Quadratkilometer hat.

Osterinsel – Vulkanischer Ursprung

Da Rapa Nui vulkanischen Ursprungs ist, ist dort viel fruchtbarer Boden vorhanden. Oftmals wird auch von den Osterinseln, also der Mehrzahl gesprochen, was letztendlich auch zutrifft, da es sich genau genommen um eine Hauptinsel mit drei kleinen Nachbarinseln handelt.

Benannt wurden die Inseln nach dem niederländischen Seefahrer Jakob Roggeveen, der am Osterfest 1722 auf der Insel landete. Neben bezaubernden weißen Sandstränden und Vulkanen findet man auf der Insel die typischen Moais, wobei es sich um Steinstatuen handelt, und weitere Relikte unbekannter Kulturen.

Geschichtliches

Archäologische Untersuchungen haben ergeben, dass die Insel etwa um 400 nach Christus besiedelt worden ist. Die Insel war bis zu ihrer Besiedlung in großem Umfang bewaldet. Die Bewohner nutzen das große Vorkommen an Bäumen und stellten aus dem Holz Boote her, die sie zum Fischfang einsetzten.

Das natürliche Reichtum der Insel sorgte dafür, dass sich die Bevölkerungszahl schnell vergrößerte. Schätzungen zufolge lebten zur Blütezeit der Osterinsel zwischen 1200 und 1400 etwa 20.000 Einwohner auf der Insel. Während dieser zeit entstanden die Moais, die verstorbene Häuptlinge darstellen.

Diese Statuen dienten dem Schutz der Insel, allerdings kam es zu einer Konkurrenz zwischen den Stämmen um die größte Steinstatue. Die Blütezeit endete mit dem Verschwinden des letzten Waldbestandes. Die Holzvorräte neigten sich dem Ende entgegen, wodurch keine Hebel und Rollen mehr hergestellt und die Statuen nicht mehr bewegt werden konnten. Zudem konnten keine Boote mehr gebaut werden und es machte sich Kannibalismus breit.

Von der fruchtbaren Insel zum Ödland

Als Roggeveen 1722 die Insel entdeckte, lebten etwa 2.000 Einwohner auf Rapa Nui. Die Lebensumstände waren von Armut geprägt und es war kaum noch Brennholz vorhanden. Innerhalb von 1.300 Jahren hatte sich die einst blühende Insel in ein trockenes Ödland verwandelt.

Im Jahr 1888 wurde Rapa Nui von Chile annektiert. Noch heute sehen sich die Inselbewohner als einen unabhängigen Staat. Dies zeigen sie, indem sie sich einen eigenen Passport zeichnen, der offiziell nicht gültig ist, aber von der Verwaltung anerkannt und abgestempelt wird.

Informationen für Touristen

Das Nachtleben für Touristen spielt sich hauptsächlich samstags, montags und donnerstags ab. Das Klima ist mild und relativ trocken und fast das ganze Jahr über liegen die Temperaturen zwischen 12 und 30 Grad. Die Wassertemperatur liegt generell über 18 Grad.

Kleiner Insidertipp: Einen absolut umwerfenden Ausblick auf die drei kleinen Nachbarinseln hat man vom Rand der Kraterlandschaft aus.

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