Irak – Das Land zwischen Euphrat und Tigris

29. Okt

Der Irak ist seit einigen Jahrzehnten durch den Krieg immer wieder negativ in den Medien erschienen. Dabei hat das Land zwischen Euphrat und Tigris viele schöne Seiten, die bis jetzt nur wenige kennen.

Pergamonmuseum - Ischtar-Tor Babylon ©Flickr Will Palmer

Der Irakkrieg hat in den letzten Jahren seine Spuren im Land hinterlassen und viele historische Stätten mussten unter der sinnlosen Zerstörung leiden. Wann das Land wieder ohne Gefahr besucht werden kann, ist in der näheren Zukunft nicht absehbar. Deshalb will ich Ihnen den Irak auf diese Weise vorstellen.

Das Land zwischen Euphrat und Tigris liegt in Vorderasien, grenzt an Jordanien, Kuwait, Türkei, Saudi-Arabien, Syrien, den Iran und den Persischen Golf und gehört zum Orient. Da im Irak unterschiedliche Niederschlagsverhältnisse herrschen gibt es auch verschiedene Vegetationsarten. So ist das Land im Süden eher spärlich bewachsen und besteht vorwiegend aus Wüste, im Norden wachsen Wälder und andere Pflanzen und an den Uferbereichen von Euphrat und Tigris gibt es Schilf und Dattelpalmen.

Im Irak leben insgesamt 30 Millionen Menschen und davon leben ca. 70 Prozent in den großen Städten wie zum Beispiel in der Hauptstadt Bagdad. 95 Prozent der Gesamtbevölkerung sind Muslime und davon ca. 60 Prozent schiitischen und 40 Prozent sunnitischen Glaubens. Diese Religion hat durch die Medien und vergangenen und aktuellen Ereignissen einen negativen Ruf in der christlichen Gesellschaft. Dabei sind nicht alle Iraker Terroristen. Ganz im Gegenteil. Sie sind hervorragende und freundlichen Gastgeber.

Zu den landestypischen Köstlichkeiten gehören Kibbeh (Klöße aus Weizen, Hackfleisch, Zwiebeln), Dolma (gefüllte Weinblätter), Tikka (Lammfleisch am Spieß) oder Masgouf (Fisch aus dem Tigris). Durch die strenge Religion ist Alkoholkonsum nicht erlaubt und wird auch nur in den internationalen Hotels ausgeschänkt.

Zu den kulturellen Höhepunkten gehört auf jedenfall die Hauptstadt Bagdad. Dort findet man viele Gebäude aus der „alten“ Zeit, wie zum Beispiel den Abbasiden Palast, das Stadttor, die Marjan Moschee oder die Goldene Moschee. Südlich von Bagdad liegt die ehemalige und historische Stadt Babylon, die vor allem durch die hängenden Gärten der Semiramis zu den sieben Weltwundern der Antike gehörte.

Auch wenn das Land sehr sehenswert ist, durch die aktuelle Situation rät das Auswärtige Amt dringend davon ab in den Irak zu reisen. Eine gute Sicherheit kann nicht gewährleistet werden, da Terroranschläge und Entführungen nicht ausgeschlossen seien.

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