Kevin Sites
Der Autor, Journalist und Globetrotter Kevin Sites reiste als Backpacker mit journalistischer Intention quer durch die Welt. Seine Aufträge führten den US-Amerikaner in viele entlegene Regionen auf dem Globus – von Südamerika bis nach Osteuropa, von Afrika über den Mittleren Osten bis nach Zentralasien.
Hauptsächlich arbeitete der Freelancer als Nachrichtenkorrespondent für ABC, NBC, CNN und Yahoo! News. Sites war einer der ersten alleinreisenden Reporter überhaupt und wurde für seine Verdienste um den Journalismus bereits mehrfach ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erschien sein Buch „In the Hot Zone: One Man, One Year, Twenty Wars“.
Der Großvater der Backpack-Journalisten
Kevin Sites verbrachte über ein Jahrzehnt damit, vor allem Krisengebiete auf eigene Faust zu bereisen und aus diesen von Konflikten oder Naturkatastrophen geplagten Regionen zu berichten. Weil er einer der ersten Freelance-Journalisten war, die völlig auf sich allein gestellt in abgelegenen Gegenden arbeiten, wird er oft als der Großvater („granddaddy“) des Backpack-Journalismus bezeichnet. Dabei trug der Vorreiter stets seine gesamte Ausrüstung bei sich, fertigte auch seine TV-Berichte eigenständig an und übermittelte sie an die nationalen Nachrichtenstationen.
Fernsehen, Internetnews, Blog und Buch
Sites begann seine Karriere beim Fernsehen. So produzierte er in seinen ersten Jahren als Reporter hauptsächlich Beiträge für die Sender ABC, NBC und CNN. Später verließ er das primär visuelle Medium und arbeitete für das Newsportal des Internetanbieters Yahoo!. In dieser Zeit verbrachte er ein ganzes Jahr im Ausland und veröffentlichte seine Erlebnisse in einem Multimedia-Mix aus Text, Blid und Video auch auf seiner Website und seinem eigenen Blog. Auf dieser Basis entstand später auch sein 2007 erschienenes Buch.
Preise und Auszeichnungen
Für seine Vorreiterrolle in seinem Beruf, seinen Einsatz und seinen Mut für die qualitative Berichterstattung aus Krisenregionen, wurde Kevin Sites mit einigen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet. Hier eine kleine Übersicht:
- Auswahl als “Nieman Fellow”, eine angesehene journalistische Mitgliedschaft in der Harvard University (2010)
- “Innovator of the Year Award”, Manchester College (2008)
- “National Headliner Award” für unabhängigen Online-Journalismus sowie den “Webby Award” für sein Video aus dem Israeli-Hisbollah-Konflikt (beide 2007)
- „Payne Award for Ethics in Journalism”
- “Emmy Award” (“nur” Nominierung)
- “RAVE Award” des Wired-Magazins für seinen Blog
- „Daniel Pearl Award” für Mut und Integrität im Journalismus vom Los Angeles Press Club (2006)
- „Edward R. Murrow Award” für seine NBC-Beiträge des Kosovo-Krieges (1999)
Darüber hinaus wurde Sites’ Webseite in die Liste der 50 besten Internetseiten („50 coolest Websites“) des Time Magazines aufgenommen. Sites selbst befindet sich in der Liste „The Web Celeb 25“ vom Forbes Magazine, als Teil der “biggest, brightest and most influential people on the web today.”