Kuba: Reise in ein Land zwischen Kommunismus und Kokosnüssen

8. Aug

Kuba, das steht noch heute für Revolution! Keine 150 Kilometer entfernt von Florida herrscht Kommunismus, eine Diktatur des Proletariats nennt die führende Partei das. Aber Kuba hat noch mehr zu bieten, als nur eine interessante politische Vergangenheit.

„Diese Insel ist wohl die schönste, die Menschenaugen je gesehen“ soll Christoph Kolumbus über Kuba gesagt haben, wer schon einmal die Orchideen Soroas bewundert hat, in Cayo Coco geschnorchelt ist oder am Strand von Varadero den Wellen gelauscht hat, der kann Kolumbus gut verstehen. Dazu noch gutgelaunte Menschen, Rum und Zigarren – was will man mehr?

Kuba: Von Havanna bis Soroa

Die Hauptstadt von Kuba, Havanna, ist nicht nur wegen des Rums eine Reise wert. Die Altstadt Havannas wurde zum Weltkulturerbe ernannt. Wer da ist, sollte sich unbedingt den ehemaligen Gouverneurspalast und die Hafenanlage ansehen. Beeindruckend ist auch das Capitol, das nach Washingtoner Vorbild errichtet wurde. Besonders die politisch Interessierten sollten den Platz der Revolution besuchen. Hier wird an die Freiheitskämpfer Kubas erinnert, so schmückt unter anderem Che Guevaras Konterfei den Platz und ein riesiger Obelisk erinnert an José Martí (Mehr zur Geschichte Kubas gibt es hier).

Nur 75 Kilometer von Havanna entfernt liegt Soroa. Der Ort ist von viel Grün und Bergen umgeben. Wer eine geführte Wanderung unternimmt, kann mit einem spektakulären Ausblick belohnt werden. Auch der Fußweg zu einem der Wasserfälle ist die Strapazen wert. Bekannt ist Soroa auch für seinen Orchideengarten, in dem über 700 Pflanzenarten darauf warten entdeckt zu werden.

Die Inseln Kubas

Ein beliebtes Ziel bei Touristen ist Cayo Coco und das hat seine Gründe. Schon die Anreise von Kuba, für diejenigen, die nicht direkt mit dem Flugzeug auf der Insel landen, ist einmalig. Die Insel ist über einen 18 Kilometer langen Damm mit Kuba verbunden. Eine einzige lange, gerade Fahrbahn, links und rechts nur der atlantische Ozean, das erlebt man auch nicht alle Tage. Die Insel selbst begeistert dann mit Flamingos und Korallenriffen, ein Paradies zum Tauchen und Schnorcheln.

Traumhafte Strände findet man auch auf Varadero, einer Halbinsel an der Nordküste Kubas. Der feine Sandstrand war einst den Privilegierten vorbehalten, nach der Revolution wurde er für alle Kubaner und Touristen geöffnet. Typisch Karibik: der weiße Sand und das türkisfarbene Meer.

Kuba hat außerdem eine Art eigenen Jurassic Park, den Baconao Park. Keine Sorge, Horrorszenarien a’ la Steven Spielberg gibt es hier nicht. Im Park nahe Santiago de Cuba hat man im prähistorischen Tal dutzende lebensgroße Skulpturen von Urzeittieren aufgestellt. Das Tal ist an sich schon ein tolles Ausflugsziel, daneben locken aber noch der botanische Garten, ein Museum und ein riesiger Felsen vulkanischen Ursprungs.

Wenn man Kuba besucht, sollte man sich natürlich auch den Rum und die Zigarren nicht entgehen lassen. Wer sich von den kubanischen Spezialitäten dann etwas mit nach Hause nehmen will, sollte aber die Aus- und Einfuhrbestimmungen beachten. Mehr dazu gibt es auf der Seite des Auswärtigen Amtes (hier).

Bleibt festzuhalten, dass Kuba definitiv eine Reise wert ist!

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