Neapel: Die magische Stadt in Italien
Neapel sehen und sterben – Dieses Sprichwort wird hierzulande gern benutzt, um seiner Begeisterung angesichts etwas sehr Schönem Ausdruck zu verleihen. Und tatsächlich zeugt Neapel, die Hauptstadt der süditalienischen Region Campagnia, von faszinierender Schönheit.
Neapel gilt seit jeher als eine magische, ganz besondere Stadt und galt in Frankreich bis ins 19. Jahrhundert als Sitz der Zauberei und Totenbeschwörung. Die Italiener betrachten Neapel hingegen als ein auf die Erde gefallenes Stück Himmel. Die Mischung aus Legenden um Schattenwelten und faszinierender Architektur, aus Pizza und Palästen, macht die Stadt auf jeden Fall zu einem lohnenswerten Reiseziel.
Neapel: Die Diva unter den italienischen Städten
Schön ist Neapel ohne Zweifel, aber als einfach kann sie wohl nicht gelten, weshalb sie auch als typisch italienische Diva bezeichnet wird und neben Florenz, Venedig oder Rom einen ganz eigenen Charme versprüht. Die Stadt ist groß und sie ist chaotisch, launenhaft und eigen. Über mehrere Ebenen, welche durch unzählige Treppen, Gässchen und versteckte Fahrstühle verbunden sind, hat sich Neapel über die Jahrhunderte ausgebreitet. Es fällt schwer, den Überblick zu behalten und der abstruse Verkehr tut sein Übriges um einem den Verstand zu rauben. Am besten, man lässt sich einfach treiben und genießt die atemberaubende Schönheit der Paläste und der stuckverzierten Häuserfassaden.
Das Spanische Viertel „Quartiere Spagnolo“
Das Quartiere Spagnolo wurde im 16. Jahrhundert während der spanischen Besetzung als Quartier für die Soldaten errichtet. Der Aufbau des Viertels lässt die Hierarchie erkennen, indem man in den ersten Reihen große Bauten für die Adligen vorfindet und sich von stetig kleiner werdenden Häusern und Wegen umgeben sieht, je weiter man hinten geht. Hier befanden sich die einfachen Unterkünfte der spanischen Soldaten.
Borgo Mariani: Das einstige Fischerdorf am Hafen
Zu Füßen des Castel dell’Ovo liegt das ehemalige Fischerdörfchen Borgo Mariani, in welchem sich heute einige Restaurants niedergelassen haben, die gerade bei Touristen sehr beliebt sind. Als Liebling der Einheimischen gilt jedoch das Restaurant La Besagliera, welches bereits seit 1919 existiert und von den Italienern stets gut besucht ist, was als besondere Auszeichnung für die Küche zu werten ist.
Die Piazza Plesbescito – Ein magischer Ort
Die Piazza Plesbescito, welche zu Beginn des 19. Jahrhunderts erbaut wurde, gilt als der größte Platz Neapels und eine Legende besagt, dass es noch nie einem Menschen gelungen sei, diesen mit geschlossenen Augen in einer geraden Linie zu überschreiten.
Die Unterstadt – Neapels dunkle Schattenwelt
Im 4. Jahrhundert v. Chr. errichteten die Griechen ein 80 Kilometer langes unterirdisches Höhlenlabyrinth, welches als Bewässerungssystem diente und zugleich das Material zur Stadt-Erbauung lieferte. Aufgrund dieser Vernetzung der gesamten Stadt kam es im 17. Jahrhundert allerdings zu einer rasanten Ausbreitung der Pest, weshalb die Unterstadt trockengelegt und geschlossen wurde und lange Zeit lediglich als Mülldeponie genutzt wurde. Im Zweiten Weltkrieg wurden die einstigen Zisternen dann zu Schutzbunkern umfunktioniert und heute kann man an verschieden Stellen geführte Touren durch die Höhlen machen.
Pizza Margherita und andere Köstlichkeiten
Die Pizza Margherita gilt als das typisch neapolitanische Gericht und wurde nach der italienischen Königin Margherita benannt, welche 1889 Neapel besuchte und die beliebte Teigspezialität probierte. Ihr zu Ehren wurde die Pizza in den Tricolori der Flagge Italiens belegt: grüner Basilikum, weißer Mozzarella und rote Tomaten. Das Gericht schmeckte der Königin so gut, dass es von da an ihren Namen trug.
Doch bevor der Italiener abends richtig isst und dabei gut und gerne drei Gänge oder mehr zu sich nimmt, begibt er sich zunächst in eine Bar und genießt dort den Aperitivo. Er nimmt einen Drink zu sich und bekommt dazu diverse Kleinigkeiten wie beispielsweise Oliven, frittierte Häppchen oder Mini-Pizzen serviert. Als beliebtester Ort gilt hierfür die Via Ferrigni und deren Nebenstraßen.
