Teheran – Hauptstadt des Iran

Teheran ist nicht nur die offizielle Hauptstadt, sondern auch das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Iran und der gleichnamigen Provinz. Trotz der vielen politischen Konflikte lohnt sich eine Reise in die sehr sehenswerte Stadt.

Tehran Telecommunication Tower © Flickr / Sam Anvari

Die Stadt Teheran blickt nämlich auf eine sehr vielseitige und interessante Geschichte zurück und ist auch am heutigen Weltgeschehen deutlich beteiligt. In der Hauptstadt des Iran lassen sich unzählige Sehenswürdigkeiten wie Tempel und Moscheen finden. Doch auch die Einflüsse der westlichen Mächte in die Kultur und Politik des Landes sind in dieser Stadt deutlich zu sehen.

Die Geschichte von Teheran

Teheran entstand um 942 als eine Ansiedlung von Obstgärten in der Nähe der Residenzstadt Ray. Die ersten Einwohner lebten in unterirdischen Höhlen und Gängen. 1220 dienten diese verborgenen Unterkünfte als Versteck für die Bewohner Rays, als ihre Stadt von den Mongolen erobert wurde.

Doch erst im Jahr 1500 begann sich Teheran als wirkliche Stadt zu entwickeln. Unter der Herrschaft der Safawiden Schahs wurden die ersten wichtigen Bauwerke der Stadt erbaut. Darauf folgte die Herrschaft der Zand Prinzen, die ebenfalls zur Stadtentwicklung beitrugen. Es entstanden breite Straßen, Alleen, prunkvolle Paläste und eine Stadtmauer zum Schutz gegen die Kadscharen.

Trotz der festen Mauern übernahmen die Kadscharen um das Jahr 1800 die Macht über die Stadt. Unter dieser Dynastie entwickelte sich Teheran rasant zu einer Großstadt. 1883 zählte Teheran sogar über 100 000 Einwohner und wurde damit zur größten Stadt Persiens.

In der darauf folgenden Regierung der Pahlvis wurde mit effektivem Straßenbau und der Ansiedlung von Industrie eine moderne Infrastruktur geschaffen. Damit waren auch die letzten Grundlagen für eine moderne Großstadt gelegt, die heute über 7,8 Millionen Einwohner beherbergt.

Sehenswürdigkeiten in Teheran

Die Hauptstadt des Iran hat viele interessante Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ein beliebtes Ausflugsziel in Teheran ist zum Beispiel der Golestanpalast, der Ende des 18. Jahrhunderts von den Kadscharen errichtet wurde. In dem Palast können Touristen alte Keramiken, Schmuck und Waffen im Kadscharen Museum bewundern.

An den Irakkrieg erinnert das Behesht-e Zahra – ein riesiger Friedhof der Märtyrer, die in diesem Krieg ihr Leben verloren. Im Zentrum des Behesht-e Zahra befindet sich der sogenannte Blutbrunnen, dessen rot gefärbtes Wasser an das viele geflossene Blut der Krieger erinnert.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist der Bazaar von Teheran. Dabei handelt es sich um den größten überdachten Basar der ganzen Welt. Hier finden Sie einen 10 km langen Markt, der an über 10 000 Läden verschiedenste Waren anbietet.

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